Die 4-Tage-Woche als Arbeitszeitmodell der Zukunft

Die 4-Tage-Woche als Arbeitszeitmodell der Zukunft

Warum ist es Zeit für neue Arbeitszeitmodelle:

Welche Vorteile bringt eine 4-Tage-Woche mit sich?

 

„Beide Arbeitsvertragsparteien profitieren von einer 4-Tage-Woche: Beschäftigte seien ausgeruhter, gesünder und zufriedener; Firmen profitierten hingegen in puncto Produktivität, geringer Ausfallzeiten und bei der Mitarbeiterbindung.“

Das Stichwort hierbei lautet: New Work.

Beschleunigt durch die Digitalisierung und Globalisierung entstehen auch in Sachen Arbeitszeitmodelle neue Konzepte für Unternehmen. Beispiele von New Work sind die 4-Tage-Woche, arbeiten ohne Führungskraft oder auch die sogenannte Workation (arbeiten an Orten, wo andere Urlaub machen).

Nicht nur in Island wurde das Konzept einer 4-Tage-Woche untersucht (Hier zur Studie). Mittlerweile sind viele Firmen auf diesen Trend und die daraus resultierenden Vorteile aufmerksam geworden.

✅ Kürzere Tagesarbeitszeiten machen gesünder und zufriedener
Durch lange Arbeitswochen und -tage sind Arbeitnehmer öfters erschöpft. Gesundheitliche Beschwerden wie Schlafstörungen oder Rückenschmerzen sind die Folge. Wird die Arbeitswoche ebenso wie die Tagesarbeitszeit verkürzt, hat man mehr Zeit zur Erholung und kann diesen Beschwerden vorbeugen.

Professor John Ashton, früherer Präsident der UK Faculty of Public Health, stellte fest:

„Eine kürzere Arbeitswoche führt zu weniger Stress und somit zu einem niedrigeren Blutdruck. Arbeitnehmer erkranken dadurch seltener und Burnouts können vermieden werden“

✅ Lebensqualität steigt und chronische Zeitnot wird gesenkt
Weniger Zeit am Arbeitsplatz hat natürlich zur Folge, dass mehr Zeit für andere Dinge im Leben bleibt – beispielsweise für Familie und Freunde.
Für unsere Kinder und sozialen Kontakte hat dies ebenfalls ein positives Ergebnis. Und ganz nebenbei führt eine kürzere Arbeitszeit zu mehr Engagement und größerer Zufriedenheit der Mitarbeiter. Der Glaube, dass längere Arbeitszeiten automatisch zu härterer und besserer Arbeit führt ist schon lange nicht mehr Status quo.

✅ Eine 4-Tage-Woche ist auch für Unternehmen ein Gewinn
Die Argumentation, dass ein Unternehmen zusammenbricht, wenn nur mehr 4 Tage die Woche gearbeitet wird, zieht nicht mehr. Denn bei österreichischen Unternehmen haben Beobachtungen gezeigt, dass die 4-Tage-Woche zu einer Gewinnsteigerung geführt hat. Das hat beispielsweise eine Onlinemarketingfirma aus dem Mühlviertel und ein Osttiroler Naturkosmetikhersteller gezeigt, die ihre Arbeitsabläufe optimiert und die Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich gekürzt haben.

✅ Die 4-Tage-Woche ist gut für das Klima
Täglich pendeln rund 1,5 Mio. Menschen im Schnitt 28 km mit dem Auto zur Arbeit in Österreich. Entfällt in der Woche ein Arbeitstag wird somit entsprechend laut dem österreichischen Gewerkschaftsbund Energie um rund 250.000 Tonnen CO2 Abgase pro Jahr eingespart

Zwischenfazit:

Die 4-Tage-Woche hat für Mitarbeiter viele positive Effekte. Aber auch bei Unternehmen gibt es sehr viele Anreize diesem Trend zu folgen. Derzeit ist die Aufmerksamkeit auf solche Unternehmen noch sehr groß. Daraus folgt, dass in Zeiten von Arbeitskräftemangel die Attraktivität für Arbeitnehmer, in solchen Unternehmen einzusteigen, steigt. Erhöhte Produktivität der Mitarbeiter führt zu einem höheren Gewinn. Aktueller denn je ist natürlich auch das Thema „Energie sparen“.

Dennoch sollten sich Unternehmen im Vorhinein folgende Gedanken machen und Fragen stellen:

  • Ist das Unternehmen in einer Branche, in der eine 4-Tage-Woche möglich ist?
  • Welche gesetzlichen Hindernisse bzw. Herausforderungen müssen bewältigt werden?
  • Sind alle Mitarbeiter mit diesem Arbeitszeitmodell einverstanden?
  • Falls nicht, kann das Unternehmen auch ein Mischbetrieb sein?
  • Gibt es einen fixen Tag bzw. welcher Tag?

Übrigens: 

In den Kollektivverträgen für den Handel, das Metallgewerbe und das Baugewerbe konnte die 4-Tage-Woche bereits erfolgreich durchgesetzt werden. Für die 400.000 Beschäftigten im Handel und die 100.000 Beschäftigten am Bau ist die 4-Tage-Woche, außer bei Gefährdung von Betriebsabläufen, möglich. 

In diesem Kontext stellt sich ebenso die Frage, wie sich eine 4-Tage-Woche bei der Arbeitszeitaufzeichnung umsetzen lässt.
Mit unserer Zeiterfassungssoftware ist es jedenfalls möglich, gesetzliche Ruhezeiten zu überwachen und gegebenenfalls die Mitarbeiter zur Einhaltung zu erinnern. Ebenso erleichtert die Software den Überblick über alle Stundenausmaße und fixierten Tage.

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